Stell dir vor, du gibst in Google „Tipps für Instagram-Marketing für Coaches“ ein – und statt einer Liste mit blauen Links begrüßt dich Google mit einer knackigen, KI-generierten Antwort, in der scheinbar schon alles steht, was du suchst. Huch - dann ist nämlich gar kein Klick mehr nötig. Klingt utopisch? 😲 Nicht wirklich. Genau das ist seit der Einführung von Googles "AI Overviews" Realität - und es verändert die Spielregeln im Online-Marketing gerade radikal.

Die neue Suchwelt verstehen – was hinter AI Overviews steckt

Wenn du als kleine/r Unternehmer/in, als Coach, Berater:in oder Hotel bisher über Google-Suche (nicht Anzeigen) auffindbar warst und das bleiben möchtest --- dann ist es an an der Zeit, dich mit dieser veränderten Suchrealität auseinanderzusetzen. Denn klassische SEO-Optimierung über Keywords allein wird nicht mehr reichen.


In diesem Beitrag sehen wir uns gemeinsam an, was die neue KI-Suche bedeutet. Praxisnah, auf Basis und Strategie heruntergebrochen, ganz ohne Technik-Blabla.



Die Suchmaschine "denkt"... und zitiert "selbst"​

Viele Jahre lang waren wir es so gewohnt: User stellen eine Frage, Google liefert blaue Links mit Seitenvorschlägen - und als Seitenbetreiber:in möchtest du, mit deinem Blogartikel oder deiner Landingpage so weit wie oben angezeigt werden.


Und jetzt? Nun wird durch sogenannte AI-Overviews wird Google jetzt selbst zur Antwortgeberin.​Statt nur Suchergebnisse anzuzeigen, generiert die KI direkt in der Suche ein eigenes Fazit – basierend auf bestehenden Inhalten aus dem Netz. Und die "blauen Links" der organischen Suche rutschen noch weiter nach unten: Sie erscheinen erst nach Overviews und den bezahlten Anzeigen.

Das ist für die meisten Seitenbetreiber erstmal ein Problem - oder zumindest unbequem: Wenn Google die Antwort schon gibt, warum sollte jemand noch die ursprüngliche Website aufrufen? Genau darin liegt das Dilemma – und auch die Chance. Denn: Die KI bezieht ihre Informationen ja "irgendwoher".


Und dieses "Irgendwo" könnte deine Website sein – wenn du einige Regeln beachtest.


Es geht also längst nicht mehr nur darum, gut zu ranken, sondern darum, als vertrauenswürdige Quelle wahrgenommen zu werden. Genau: Googles E-E-A-T -Prinzip lässt grüßen (dazu mehr etwas weiter unten).


Für Produkte ist es nicht so schwierig, da die Produkt-Informationen aus Shops zumeinst strukturiert vorliegen und für die KI-Ergebnisse ausgelesen werden.


Besonders betroffen sind allerdings Inhalte, die rein faktenbasiert oder generisch sind - und bisher oft Chancen für ein gutes Ranking boten (z. B. „Wie viele Kalorien hat eine Avocado?“).


Es ist also nicht mehr damit getan, mit Content zu allgemeinen Themen aus dem eigenen Kontext zu glänzen. Deshalb solltest du dir eine neue Strategie zurecht legen:​ Bei komplexeren Fragen, bei denen es auf Kontext, Erfahrung und Meinung ankommt – kannst du mit deiner persönlichen Expertise in der Nische punkten.


Also, wenn du zB erklärst, warum Avocados was mit perfektem Zeitmanagement bei Beraterinnen zu tun haben… dann bist du vielleicht bald die Quelle, die die KI für genau diese Frage zitiert. 😉

Mini-Checkliste für KI

Warum solltest du nie mit KI-Tools starten?

Meine 5 Quick-Tipps, was du bei KI-Nutzung beachten solltest.

CTA Bild
Bist du betroffen? Diese Inhalte trifft es vorrangig

Falls du regelmäßig Inhalte erstellst, solltest du jetzt ganz genau hinhören. Je nachdem, auf welche Fragen und Formate du dich bisher fokussiert hast, kann sich der KI-Schwenk deutlich stärker oder schwächer auf deinen Traffic auswirken.


Für klar definierte, geschlossene Fragen wie „Was ist ein Lead?“ oder „Wann wurde ChatGPT erfunden?“ braucht künftig niemand mehr zu googlen – Google AI Overviews hat die Antwort schon parat.


Das bedeutet, dass genau jene Content-Pieces betroffen sind, die rein informierend und ohne persönliche Einordnung daherkommen – gerne auch „Wikipedia-light“-Style genannt.


Die gute Nachricht: Wenn du regelmäßig fundierte, beratende und meinungsbildende Inhalte teilst – also Content, der deine Erfahrung und deinen persönlichen Stil widerspiegelt – dann bist du weniger anfällig für den Sichtbarkeitsverlust. Fragen wie „Wie entwickle ich eine authentische Positionierung als Coach?“ oder „Welche Social-Media-Strategie funktioniert 2025 für Personal Brands?“ benötigen viel vertiefende Information und müssen sehr individuell gestaltet werden. Ein Hoch auf deine Expertise! 🎉

Neue SEO-Denke – was jetzt wirklich zählt

Struktur schlägt Keyword: Warum ordentliche Daten dich retten

Vielleicht hast du schon mal was von strukturierten Daten gehört – klingt langweilig, ist aber ein echter Gamechanger. Vor allem deshalb, weil Google (und auch Perplexity & andere KI-Suchen) darüber entscheiden, welche Seiten als Quelle für AI Overviews herangezogen werden.


Wichtig ist für dich ist zu verstehen: Strukturierte Daten liefern Kontext. Sie teilen der Suchmaschine mit, ob es sich um ein Rezept, eine Produktbeschreibung oder einen Expertenbeitrag handelt. Und je klarer das eingeordnet (strutkuriert) ist, desto wahrscheinlicher erkennt die KI deinen Content als vertrauenswürdig an.​


Das ist zu tun:


Damit deine Inhalte maschinenlesbar (und damit KI-freundlich) sind, solltest also Themen wie Schema.org zu deinem Handwerkszeug gehören. Und du sollest dich mit JSON-LD beschäftigen – oder jemanden damit beauftragen. Keine Sorge, dafür brauchst du kein Code-Guru werden.


Im E-Commerce ist das schon länger Pflichtprogramm – aber auch als Coach oder Beraterin solltest du darauf fokussieren, um in der Suche weiterhin zu punkten. Vor allem, wenn du regelmäßig wiederkehrende Content-Formate hast (z. B. Podcast-Folgen mit Transkripten, Blogserien oder Case Studies).

E-E-A-T statt EGO: Vertrauen als Rankingfaktor

Kennst du noch den Begriff "Keyword-Stuffing"? Der kommt aus 2015. Heute geht es um: E-E-A-T – Experience, Expertise, Authoritativeness, Trustworthiness. Nein, das ist keine neue Diätformel 😉, sondern Googles Richtlinie zur Bewertung hochwertiger Inhalte.


Fun Fact: EEAT gab es übrigens schon, bevor ChatGPT & Co über uns hereinbrachen ;)


Die KI-Suchen von Perplexity & Co bzw. der AIOverviews auf Google bevorzugten Inhalte, bei denen nachvollziehbar ist, dass sie von echten Menschen mit echter Erfahrung stammen. Das heißt für dich: Zeig dich!​ Verlinke dein LinkedIn-Profil, mach deine Autor:innen erkenntlich, erzähle in deinem Content aus deinen eigenen Erfahrungen als Coach oder Beraterin. Je echter und persönlicher, desto besser.


Gleichzeitig solltest du auf externe Verweise setzen – etwa zu Fachquellen, Studien oder Branchentrends – damit dein Content als fundiert und verlässlich wahrgenommen wird.


Man könnte zusammenfassend sagen: Qualität und Authorität schlägt reine Keywords.


Mal ganz ehrlich: War das insgeheim nicht schon immer dein Ansatz? 😊

Content, der auch KI überzeugt

Schluss mit 08/15 SEO – Individualität für das die neue KI-SEO

Wenn alle das Gleiche schreiben („5 Tipps für mehr Kunden auf Instagram“), dann klingt irgendwann alles gleich – eben auch für KI-Tools. Genau deshalb kannst du 2025 mehr mit sehr allgemeinen Informationen (wie kann ich Muskeln aufbauen, Rezept XY zubereiten oder die 10 schönsten Seen in deiner Gegend) kaum mehr punkten.


Dafür gibt es jede Menge Seiten(zB von Trainingsportalen zum Muskelaufbau oder von Regionen, die über die Sehenswürdigkeiten berichten. Diese zieht nun Google für seine Antwort in AI Overviews heran ... und die begehrten "blauen Links" werden nach (ganz) weit unten oder Seite verbannt.


MOMENT OF TRUTH


Der Moment der Wahrheit ist damit gekommen. Jener Moment, in dem deine individuelle Handschrift noch mehr zählt – deine Haltung, deine Tonalität, deine Meinung. Schreibe so, dass dein Content nicht allgemein-gültig ist, sondern deine Meinung beinhält, deine Haltung zeigt - und Eindruck hinterlässt.


Ebenso wichtig: Teile Erfahrungen, eigene Ansätze, kreative Perspektiven. Und teile sie auch auf Social Media und sorge für Interaktion - das erzeugt Social Signals - also auch "Trust" im Sinne auf E-E-A-T-


Gerade für Personenmarken und beratungsnahe Themen lohnt sich das: Denn Google, Perplexity & Co suchen bei dir nicht nach Allgemeinplätzen – sondern nach dem Besonderen: Was hast DU zu diesem Thema zu sagen, warum zählt deine Meinung? Bietest du Nischenwissen und Persönlichkeit mit Substanz?


DAS IST ... eine gute Nachricht. Warum?​Denn KI kann (zum Glück!) deine Persönlichkeit nicht ersetzen: Das macht dich in deiner Nische mit deinem persönliche Expertenwissen und deiner Haltung als Mensch in der echten Welt einzigartig!
DU BIST ...​einzigartig – egal ob du über Atemtraining, Positionierung auf Instagram, Hundesitting, Mindset-Shifts im Business oder epische Buchworkshops sprichst.

Diese Perspektiven kann keine künstliche Intelligenz erfüllen – jedenfalls nicht soweit das absehbar ist.

Sichtbar in der KI-Welt: So bereitest du dich vor

Jetzt sagst du vielleicht: „Okay, aber was kann ich jetzt wirklich TUN?“ – Gute Frage! Hier ist dein Fahrplan für KI-affines Content-Marketing:


  • Optimiere deine bestehenden Inhalte für maschinenlesbare Struktur.


  • Arbeite gezielt an deinem Expertenstatus (sichtbar auf Website, Social & Co.).


  • Setze auf Content mit Mehrwert – jenseits der reinen Informationsvermittlung.


  • Halte deine Inhalte aktuell und pflege deine wichtigsten Seiten regelmäßig.


  • Baue bewusst Beziehungen zu anderen Branchenplayern auf (Verlinkungen = Trust!)


Und nicht zuletzt: Bleib am Ball. Die Suchwelt wird sich noch öfter wandeln – wenn du aber strategisch und mit Weitblick agierst, statt jedem Trend panisch nachzurennen, bist du langfristig immer einen Schritt voraus.

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