Kennst du das Gefühl, wenn du **stundenlang an deinen Social-Media Posts** feilst – vom Bild oder Reel über den knackigen Text bis zum perfekten Hashtag – und dann... kaum Reaktionen? 🙈 Einige Likes, kaum Kommentare, wenig Reichweite. Fühlt sich an wie zäher Kaugummi oder Capuccino ohne Espresso. **Der Grund dafür** **liegt** oft nicht am Content selbst (ich gehe davon aus, du machst das schon super zielgruppen-gerecht), sondern **oft am Timing!​** ⏰ Keine Sorge – genau dafür habe ich heute tief in die Social-Media-Datenkiste gegriffen. In diesem Blog zeige ich dir, wie du deine Inhalte klug timen kannst: Damit du das meiste an Sichtbarkeit, Interaktion und Reichweite herausholst – ohne Algorithmus-Magie, sondern mit Timing-Strategie.

Warum der richtige Posting-Zeitpunkt so entscheidend ist

Es passiert schneller, als du „Engagement-Rate“ sagen kannst: Du postest einen durchdachten Beitrag zu einem wichtigen Thema und... (zu) wenig passiert. Der Grund? Du hast deine Zielgruppe womöglich nicht zur richtigen Zeit an-getroffen. Social Media ist nämlich längst nicht mehr nur „Wo und was poste ich?“, sondern vor allem auch „Wann poste ich?“


Klar: Mit Millionen neuer Beiträge täglich konkurrierst du im Newsfeed jeder Plattform mit dieser gigantischen Flut an Inhalten. Wenn du deine Inhalte also zu Zeiten postest, in denen deine Wunschkundinnen gerade in Meetings, auf Spaziergang oder beim Serienabend sind, verpufft dein Beitrag – selbst wenn du inhaltlich alles richtig gemacht hast und dein Reel eigentlich ein Hit ist.

“Einfach morgens posten, das passt immer.” Uuups - leider nein 💁‍♀️. Jede Plattform hat ihre eigenen Frequenz- und Stoßzeiten. Vor allem aber hat jede Zielgruppe wiederum ihre ganz eigenen Gewohnheiten. Eine Kreativcoachin auf Instagram tickt (zeitlich!) eben anders als eine HR-Beraterin auf LinkedIn. Laut den aktuellen Daten von Sprout Social tummeln sich Nutzer auf Facebook morgens (8–12 Uhr), auf LinkedIn rund um die Mittagszeit (10–13 Uhr) und auf TikTok eher nachmittags bis früher Abend.


Dieses Wissen ist wertvoll, wenn du deine Social-Media-Zeit effizient einsetzen willst. Bevor du nun deinen Redaktionskalender darauf abstimmst, checke bitte unbedingt noch deine bisherigen Ergebnisse in den Insights: Damit kannst du gut verfeinert - wann genau haben deine Nutzer:innen auf Instagram, Facebook & Co besonders viel oder wenig reagiert?


Riskiere mindestens einmal pro Monat einen blick in die Insights, der sich bezahlt macht: Der gleiche Content bekommt mehr Sichtbarkeit, mehr Engagement – ganz ohne extra Content zu produzieren.

Plattformen im Timing-Vergleich: Wann postest du wo?

Wenn deine Community auf Facebook oder Instagram aktiv ist, solltest du "zum Kaffee am Morgen" posten - denn es lohnt sich! 📲


Auf Facebook sind (allgemein) vor allem die Zeiten zwischen 8 und 12 Uhr am effektivsten. Mittwochs performen Posts besonders gut – vermutlich, weil die Menschen nach dem Wochenstart schon etwas sortierter sind und ihre Feeds wieder aktiver durchscrollen.


Und was ist mit Instagram?​

Werktags stehen die Chancen zwischen 10 und 15 Uhr sehr gut für Interaktionen - ganz besonders montags bis donnerstags performen Beiträge besonders. Kurios: Samstags wird grundsätzlich viel Zeit auf Instagram verbracht, trotzdem fällt die Interaktionsrate. Möglicherweise, weil weniger Nutzer\*innen beim Scrollen „ernsthaft“ Inhalte aufnehmen. Grundregel: lieber Montagvormittag statt Samstagabend!


Praxis-Tipp: Plane deinen Insta-Post doch mal am Dienstag gegen 11 Uhr ein – vielleicht sogar ein Reel oder Karussell mit echtem Mehrwert. Und beobachte dann den Unterschied!

LinkedIn ist kein Ort für Early-Birds. Du kannst dir Posts um 6 Uhr oder späte Stories nach 21 Uhr (auf-)sparen. Die Plattform lebt mit Business-Lunches und Montagsplanungen auf. Der ideale Postingzeitpunkt liegt hier ziemlich klar zwischen 10 und 13 Uhr – speziell Dienstag bis Donnerstag.


Der Grund: User steigen hier genau dann ein, wenn der Tag strukturiert ist. Nach den Morgen-Meetings, aber vor dem Nachmittagstief. Dein Ziel: Du landest damit mitten in der „Ich habe kurz Zeit, wertvollen Content zu konsumieren“-Phase.


Wenn du z. B. als Coach oder Beraterin andere Unternehmer\*innen ansprichst, dann bring doch deinen Content bewusst zu diesen Zeitpunkten raus – idealerweise mit einem inspirierenden Aha-Moment oder einem Mini-Tutorial, das man direkt im Team-Call weiterempfehlen kann.

Tick tack - jetzt wird's video-tricky. Denn bei Video allgemein und auch auf TikTok gelten andere Regeln. TikTok lebt vom Entertainment-Faktor - und der hat seine Peak-Zeit am Nachmittag bis frühem Abend – täglich zwischen etwa 14 bis 17 Uhr. Der Grund? Weil viele Nutzer\*innen erst nach ihren Pflichtterminen Zeit für kleine Scroll-Pausen haben, in denen sie konsumieren – und eben auf Likes und Shares klicken. 💃


Pinterest hingegen ist ein bisschen wie eine inspirierende Kaffee-Pause gleich nach Mittag: Tagsüber zwischen 13 und 14 Uhr wird eifrig gepinnt. Ideale Zeiten also für Content rund um Ästhetik, Planung oder Visionboards.

Und YouTube? Auch da performen Videos am besten kurz nach der Mittagspause – besonders donnerstags um 13 Uhr. Klingt speziell, ist aber datenbasiert. 📊


Das wichtigste Learning? Verwirf den Gedanken, überall zur gleichen Zeit zu posten. Damit schadest du dir und deinen Inhalte.


Wie immer wenn es um die Zielgruppe geht: Komm ihr entgegen!


Genau: Wer sagt denn, dass Reels nur um 9 Uhr morgens gepostet werden dürfen?

Der Sprung zur Strategie: Wie du deine "persönlichen" Postingzeiten findest

All in all: Es geht darum dass du ein Gefühl für die richtige Richtung entwickelst. Einen Näheungswert findest und immer wieder mal nachsiehst.


Bitte fange nicht damit an, Auswertungen zu erstellen à la „Letzten Dienstag hatte ich sieben Likes mehr“. Dafür gibt es Tools wie die kostenlosen Insights oder bezahlte wie Sprout Social, die automatisch Followerdaten analysieren deine eigenen und schlägt dir automatisch die besten Postingzeiten vorschlagen – basierend auf deinen bisherigen Engagement-Höhepunkten.



Natürlich geben dir Daten fantastische Einstiegspunkte, aber am Ende zählt immer: Jedes Profil ist individuell. Daher mein Ratschlag: Nutze die allgemeinen Zeitempfehlungen als Ausgangspunkt – und dann? Testen, nachsehen, testen, adaptieren, nachsehen (...)


So gehen wir vor:


Wenn deine Community auf LinkedIn besonders dienstags aktiv ist, dann spiele zwei Postings aus – einmal 9 Uhr, einmal 13 Uhr – und vergleiche nach ein paar Wochen die Unterschiede: Reaktionen, Kommentare, Reichweite. So erkennst du schnell Muster, denen du künftig bewusst folgen kannst.


Wichtiger Hinweise: Eione kontinuierliche Mini-Analyse muss keine Doktorarbeit sein. Es reicht oft, wenn du dir einmal im Monat eine halbe Stunde Zeit nimmst, um die Top-Performances anzuschauen und deine Zeiten im Redaktionsplan anzupassen.

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